Cache auf dem Mac leeren: So löschst du Browser-, App- und Systemcache

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Caches sparen Zeit, können aber mit der Zeit ziemlich groß werden oder Probleme verursachen. Möchtest du auf deinem Mac aufräumen, solltest du wissen, wo die verschiedenen Zwischenspeicher liegen und welche Daten du besser in Ruhe lässt.

Was steckt im Cache?

Der Cache selbst ist nichts negatives, er wird von Browsern, Betriebssystemen und installierten Programmen genutzt, um dort Daten abzulegen, die vermutlich noch einmal gebraucht werden. Das hat für dich den Vorteil, dass bestimmte Inhalte nicht bei jedem Zugriff neu geladen oder berechnet werden müssen. Probleme entstehen, wenn eine Anwendung auf veraltete Cache-Dateien zugreift oder der Zwischenspeicher ungewöhnlich viel Platz belegt. Läuft dein Mac normal und ist genug Speicher frei, gibt es keinen Grund, sämtliche Caches regelmäßig zu löschen. Bevor du selbst in den Systemordnern nach Dateien suchst, solltest du außerdem unterscheiden, welchen Cache du überhaupt leeren möchtest. Eine  Anleitung für Mac hilft dir dabei, Browser-, Benutzer- und Systemcaches auseinanderzuhalten.

Bei Safari löschst du den Browsercache in wenigen Minuten

Webbrowser speichern Teile besuchter Webseiten zwischen, um die Daten später noch einmal abzurufen. Zeigt Safari eine Seite falsch oder mit veralteten Inhalten an, können gespeicherte Websitedaten die Ursache sein. Öffne in Safari „Einstellungen“ und anschließend „Datenschutz“. Unter „Websitedaten verwalten“ siehst du, welche Webseiten Daten auf deinem Mac gespeichert haben. Du kannst einzelne Einträge auswählen und mit „Entfernen“ löschen. Mit „Alle entfernen“ verschwinden die gespeicherten Websitedaten aller aufgeführten Seiten.

Überlege dir den Komplettputz vorher, denn nach dem Löschen können Webseiten dich beispielsweise abmelden oder sich beim nächsten Besuch anders verhalten.

Benutzt du einen anderen Browser, findest du die entsprechende Funktion normalerweise in dessen Datenschutz- oder Verlaufseinstellungen. Die genaue Bezeichnung unterscheidet sich je nach Browser.

App- und Systemcache solltest du vorsichtiger behandeln

Neben Safari und anderen Browsern legen auch Programme temporäre Dateien ab. Im Benutzerordner findest du solche Daten unter anderem in ~/Library/Caches. Über den Finder erreichst du den Ordner über „Gehe zu“ und „Gehe zum Ordner“, wenn du den Pfad dort eingibst.

Lösche nicht einfach den gesamten Library-Ordner, denn dort liegen zahlreiche Daten, die nichts mit einem entbehrlichen Cache zu tun haben. Möchtest du den Cache einer bestimmten Anwendung entfernen, beende das Programm vorher und beschränke dich auf den eindeutig zugehörigen Cache-Ordner. Noch mehr Zurückhaltung ist beim Systemcache angebracht. macOS verwaltet viele temporäre Dateien selbst. Wahlloses Löschen in Systemverzeichnissen kann deshalb mehr Ärger verursachen, als ein paar gewonnene Gigabyte wert sind.

Wenn eine App Probleme macht, kannst du zunächst einen Neustart versuchen. Bleibt der Fehler bestehen, prüfe gezielt deren Cache. Bei knappem Speicher lohnt sich dagegen zuerst ein Blick auf große Downloads, Videos oder nicht mehr benötigte Programme. Dort steckt häufig deutlich mehr Sparpotenzial.

Cache-Dateien werden nach dem Löschen ohnehin wieder angelegt, sobald macOS, dein Browser oder eine App sie benötigt. Wundere dich also nicht, wenn der freigewordene Speicher später teilweise wieder belegt ist. Genau dafür ist der Cache schließlich da und auch sehr praktisch. Du kannst ihn leeren, wenn es Schwierigkeiten gibt oder wenn du deinen Mac ohnehin gerade aufräumst. Du kannst die Daten aber auch weiternutzen, um einige Websites schneller verwenden zu können.

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